Johann Sebastian Bach (1685 - 1750): Weihnachtsoratorium, I-III
Judith Spiesser, Sopran
Susanne Kelling, Alt
Eric Price, Tenor
Micha Matthäus, Bass
Joseph Chor München
Vokalensemble St. Joseph
Freies Landesorchester Bayern
Thomas Scherbel, Leitung
Karten zu 30 / 25 / 20 € (Schüler, Studenten, Schwerbehinderte: 25 / 20 / 15 €) ab 26. Oktober bei allen München Ticket Vorverkaufsstellen (089/54818181) und im Pfarrbüro St. Joseph (089/2728940), sowie ab 16:00 Uhr an der Tageskasse.

Joseph Chor München, Vokalensemble St. Joseph, Freies Landesorchester Bayern

Judith Spiesser, Sopran
Die aus München stammende lyrische Koloratursopranistin ist in der Saison 2025/26 unter der Leitung von Hartmut Haenchen mit J.S. Bachs Matthäuspassion auf Tournee in den Niederlanden zu erleben. In derselben Saison sang sie Carl Orffs Carmina Burana mit dem Warsaw Philharmonic Orchestra unter Krzysztof Urbański sowie Mahlers 4. Sinfonie (Das himmlische Leben) am Theater Klagenfurt unter Chin-Chao Lin. Mit der Dt. Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz interpretierte sie außerdem Mahlers 4. Sinfonie und Richard Wagners Wesendonck-Lieder unter Michael Francis. Zuvor war sie mit Joseph Haydns Nelsonmesse beim Eröffnungskonzert in der Arena Klosters unter Enrico Onofri zu hören, das im Schweizer Radio und Fernsehen übertragen wurde. 2025 tourte sie zudem mit Philippe Herreweghe und dem Orchestre des Champs-Élysées mit Neujahrskonzerten durch Frankreich und Italien.
Opernengagements führten sie u. a. an die Opernhäuser in Nürnberg, Essen, Innsbruck, Regensburg, Würzburg, Gelsenkirchen, Kaiserslautern und Krefeld sowie zu den Thurn & Taxis Festspielen. Zuletzt war sie als Königin der Nacht am Staatstheater Nürnberg zu erleben und als La Fée in Jules Massenets Cendrillon am National Taichung Theater in Taiwan in der Inszenierung von Laurent Pelly. 2023 sprang sie in Monaco erfolgreich für Sabine Devieilhe als Lakmé ein. Zuvor sang sie am Staatstheater Kassel die drei weiblichen Hauptrollen in Offenbachs Les Contes d’Hoffmann.
Von 2020 bis 2022 war sie festes Ensemblemitglied am Staatstheater am Gärtnerplatz in München.
Sie studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München bei Wolfgang Brendel; Liedgestaltung bei Helmut Deutsch und Juliane Banse. Als Konzertsängerin ist sie mit einem breiten Repertoire von Bachs Passionen bis zu Beethoven und Brahms zu hören und arbeitete mit Orchestern wie den Münchner Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Noord Nederlands Orkest und dem Orchestre des Champs-Élysées.

Susanne Kelling, Alt
Susanne Kelling ist seit ihrem ersten Engagement im „Jungen Ensemble“ der Bayerischen Staatsoper München international als Opern- und Konzertsängerin tätig.
Heute ist sie Professorin für das künstlerische Hauptfach Gesang an der Hochschule für Musik Nürnberg.
Die in München wohnhafte Mezzosopranistin studierte zunächst Violoncello an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und, nach ihrem Violoncello-Examen, Gesang bei Prof. Klesie Kelly.
Bereits während dieser Zeit wurde die Bayerische Staatsoper in München auf Susanne Kelling aufmerksam und verpflichtete die Mezzosopranistin im „Jungen Ensemble“.
Seit diesem Engagement führen sie immer wieder Gastspiele an die Opernhäuser in Köln, Düsseldorf, Tokyo, an das Opernhaus San Carlo in Neapel, G. Verdi in Trieste, Carlo Felice in Genua, Teatro Regio in Turin, Fondazione dell`Arena di Verona, „La Fenice“ in Venedig und an das Staatstheater am Gärtnerplatz in München.
Die Mezzosopranistin wurde 2014 als ordentliche Professorin für das künstlerische Hauptfach Gesang an die Hochschule für Musik Nürnberg berufen. 2017 wurde sie vom Hochschulrat zur Vizepräsidentin der Hochschule für Musik Nürnberg gewählt (2017 bis 2021).
Des Weiteren gibt sie regelmäßig Meisterkurse im Rahmen der Holzhauser Musiktage am Starnberger See, in der Internationalen Musikbegegnungsstätte Haus Marteau, an der Gachon Universität Seoul, der Europäischen Akademie für Musik in Montepulciano, dem Conservatorio Benedetto Marcello in Venedig, den Talent Music Summer Courses in Brescia und dem Conservatorio Luigi Cherubini in Florenz.
Susanne Kelling ist aufgrund ihrer Verdienste im Bereich interkultureller deutsch-italienischer Beziehungen, sowie ihrer Erfolge in italienischen Opernhäusern Trägerin des italienischen Bundesverdienstkreuzes und wurde mit dem “Ordine della stella della solidarietà italiana“ zum Ritter geschlagen.
Ein weiterer Höhepunkt ihrer Karriere war der Wunsch des Papstes Benedikt XVI, anlässlich seines Namenstages gemeinsam mit dem Henschel-Quartett „Die sieben letzten Worte“ von J. Haydn in einer Version für Streichquartett und Mezzosopran im Vatikan zu singen. Das Konzert wurde live von der Eurovision gesendet, die dazugehörige CD erschien als Weltersteinspielung.

Eric Price, Tenor
Der gebürtig italienisch-amerikanische Tenor Eric Price ist als Solist im In- und Ausland tätig. Sein breit gefächertes Repertoire reicht von Barock bis Moderne in Konzert bis Oper. Eric arbeitet regelmäßig mit renommierten Orchestern und Ensembles wie Concerto Köln, dem Münchner Rundfunkorchester, den Münchner Symphonikern, dem Leipziger Barock Orchester, harmonie universelle, sowie mit Collegium Vocale Gent und weiteren renommierten Ensembles zusammen. Als gefragter Konzertsolist und Preisträger des Telemann Wettberwerbes 2023, zählen die Kantaten und Passionen J.S. Bach’s, sowie J. Haydn’s Schöpfung und F. Mendelssohn’s Lobgesang zu seinem frequentierten Repertoire. Als Evangelist konnte er sich in kurzer Zeit einen Namen machen und konzertiert u. A. in der Isarphilharmonie und im Herkulessaal München. Ebenso gibt der Absolvent der Liedklasse von Christian Gerhaher regelmäßig Liederabende mit seinen Duo-PartnerInnen. Er gestaltete zuletzt verschiedene Liederabende in der Filarmonica Romana in Rom, in Rovigo, bei der FritzWunderlich Stiftung in Kusel, im Deutschen Theater München und in Schloss Elmau. Während seines Studiums übernahm Eric Price in den Opernproduktionen der Hochschule u.a Rollen wie Tamino aus der „Zauberflöte“, Male Chorus aus „The Rape of Lucretia“, Nemorino aus „L‘Eli- sir d‘amore“. 2021 sang er die Titelpartie in der Oper „Le Docteur Miracle“ von Georges Bizet im Prinzregententheater München und gab sein Debüt bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik in der Rolle des Josennah aus der Oper „Boris Goudenow“ von Johann Mattheson. 2024 singt er die Tenorpartie in der Oper „L`isola disabitata“ von Joseph Haydn am Deutschen Theater in München unter der Leitung von Aris Blettenberg. Der junge Tenor, Träger des „Fritz-Wunderlich-Stipendiums“ und Stipendiat der „Oscar und Vera Ritter-Stiftung“, arbeitete als Solist bereits mit international renommierten Dirigenten wie Kirill Petrenko, Ivan Repusic, Philippe Herreweghe und Andrea Marchiol zusammen. Meisterkurse bei Ian Bostridge, Christiane Iven, Ruth Ziesack, Julian Pregardien et al. ergänzen seinen musikalischen Werdegang. Als Solist des Tölzer Knabenchores gastierte er in den Staatsopern Paris, München, Berlin, Zürich, Lyrik Opera Chicago. Seine Gesangsausbildung erhielt Eric Price bei Hartmut Elbert und an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Andreas Schmidt (Master Konzertgesang). Ebenso studiert er bei Kristin von der Goltz Barockcello im Bachelorstudiengang Historische Aufführungspraxis.

Micha Matthäus, Bass
Der in Augsburg geborene Bassbariton Micha Matthäus studiert derzeit im Master Konzertgesang bei Prof. Lars Woldt an der Hochschule für Musik und Theater München. Als gefragter Konzertsänger ist er sowohl national als auch international tätig. In der Saison 2025/26 ist er u.a. in renommierten Sälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, dem Palau de la Música Catalana Barcelona, AMUZ Antwerpen und der Isarphilharmonie München zu erleben. Darüber hinaus singt er Bachs Weihnachtsoratorium auf einer Europa-Tournee mit dem Orchester „Il Gardellino“ unter der Leitung von Christoph Prégardien. 2026 debütiert er bei Festivals wie den Tagen Alter Musik Regensburg, den Europäischen Wochen Passau sowie dem Musikfest ION. Mit „The Munich Harmonists“ wird er in der Carnegie Hall New York zu hören sein. Auch auf der Opernbühne ist er präsent: 2025 war er im Musiktheater im Reaktor (München) als Leporello in Mozarts Don Giovanni zu erleben. Zuvor sang er u.a. Figaro (Le nozze di Figaro, HMT München) und Betto (Gianni Schicchi). Bei den Audi-Sommerfestspielen verkörperte er die Rollen Winter/Sleep (The Fairy Queen) im Stadttheater Ingolstadt. Mit dem Ensemble LauschWerk wirkte er in Händels Semele an der Bayerischen Staatsoper mit, am Staatstheater Augsburg war er in Du Yuns Oper Angel’s Bone zu sehen. Als Konzertsänger verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Johanna Soller. Unter ihrer Leitung sang er u.a. Pilatus in Bachs Johannes-Passion sowie den Evangelisten in Hugo Distlers Weihnachtsgeschichte. 2024 führte ihn eine Konzertreise nach Salvador (Brasilien), wo er das Verdi-Requiem interpretierte. Künstlerisch geprägt wurde Micha Matthäus durch die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Claudio Vandelli und Ariel Zuckermann sowie durch Impulse von Sängern wie Christian Gerhaher, Ian Bostridge und Werner Güra. Seinen Bachelor absolvierte er bei KS Andreas Schmidt und ergänzte seine Ausbildung bei Hartmut Elbert. Er ist Stipendiat des Deutschlandstipendiums, Yehudi Menuhin Live Music Now und war Träger des Richard-Wagner-Stipendiums. Von 2018 bis 2020 war er Mitglied der Bayerischen Singakademie.
Ort: Kirche St. Joseph