
Giuseppe Verdi (1813 - 1901): Messa da Requiem
für Soli, Chor und Orchester
Miriam Clark, Sopran
Julia Rutigliano, Mezzo-Sopran
Oliver Ringelhahn, Tenor
Martin Snell, Bass
Joseph Chor München
Vokalensemble St. Joseph
Freies Landesorchester Bayern
Thomas Scherbel, Leitung
Karten zu 30 / 25 / 20 € (Schüler, Studenten, Schwerbehinderte 25 / 20 / 15 €) ab 1. September bei allen München Ticket Vorverkaufsstellen (089/54818181) und im Pfarrbüro St. Joseph (089/2728940), sowie ab 16:00 Uhr an der Tageskasse

Joseph Chor München, Vokalensemble St. Joseph, Freies Landesorchester Bayern

Miriam Clark, Sopran
Die deutsch-amerikanische Sopranistin Miriam Clark zählt zu den vielversprechendsten dramatischen Koloratursopranistinnen unserer Zeit. Sie wurde in Frankfurt am Main geboren und studierte Operngesang an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Fenna Kügel-Seifried und Maria Fitzgerald; zudem wird sie von Alessandro Pratico gecoacht.
Ihr Debüt als Königin der Nacht an der Oper Frankfurt wurde gefolgt von der erfolgreichen Uraufführung von Oscar Strasnoys Le Bal an der Staatsoper Hamburg in einer Inszenierung von Matthew Jocelyn unter der musikalischen Leitung von Simone Young. Den Durchbruch ihrer noch jungen Karriere markierte 2011 die anspruchsvolle Titelpartie in Bellinis Norma am Theater Dortmund. Es folgten Engagements als Lakmé, Arminda in La finta giardiniera sowie Violetta Valéry in La traviata in Bonn.
Die vielseitige Künstlerin trat auf bedeutenden Konzertbühnen auf, unter anderem als Leonore in der Urfassung von Beethovens Leonore bei den Dresdner Musikfestspielen unter Ivor Bolton sowie in der Schweiz unter Mario Venzago. Zudem sang sie Orffs Carmina Burana in St. Margarethen und beim Internationalen Beethovenfest Bonn unter der Leitung von Andreas Blüner. Ihr Debüt als Bess in Porgy and Bess gab sie in der Tonhalle Zürich.
Von der Spielzeit 2016/17 bis 2019/20 war Miriam Clark Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim, wo sie zahlreiche bedeutende Rollendebüts feierte, darunter Chrysothemis in Strauss’ Elektra sowie die Titelpartie in Aida unter der Leitung von Alexander Soddy. Weitere Partien waren Amelia in Un ballo in maschera, Norma, Elvira in Ernani, Elisabetta in Don Carlo sowie Leonora in Il trovatore unter Benjamin Reiners. Außerdem debütierte sie als Kaiserin in Die Frau ohne Schatten. 2018 gab sie ihr Hausdebüt an der Bayerischen Staatsoper München als Dama di Lady Macbeth in Verdis Macbeth unter der Leitung von Pinchas Steinberg.
In der Saison 2021/22 feierte sie vielbeachtete Rollendebüts als Salome am Badischen Staatstheater Karlsruhe unter Yura Jang sowie als Irene (Rienzi) beim Wagner Festival der Oper Leipzig unter Matthias Foremny.
In der Saison 2022/23 war sie in Annabel Ardens Neuinszenierung von Aida an der Königlichen Oper Kopenhagen unter Paulo Caragniani zu erleben. Außerdem sang sie Ortlinde und die 3. Norn in Götterdämmerung mit der Dresdner Philharmonie unter Marek Janowski sowie Ortlinde am Teatro San Carlo in Neapel unter Dan Ettinger.
Zu ihren Engagements ab 2024 zählen Ortlinde in Wagners Die Walküre mit dem Dallas Symphony Orchestra unter Fabio Luisi, ein Einspringen als Kaiserin in Die Frau ohne Schatten an der Oper Lyon unter Daniele Rustioni sowie die Dritte Magd in Elektra am Teatro San Carlo unter Sir Mark Elder. 2025 gab sie zudem ihr Hausdebüt an der Nationaloper Cluj als Aida unter der Leitung von David Crescenzi.
Miriam Clark ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe: Sie war Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes, gewann 2009 den zweiten Preis sowie den Opernpreis beim Internationalen Montserrat Caballé Wettbewerb in Saragossa und erhielt 2010 den zweiten Preis sowie den Medienpreis beim renommierten Internationalen Gesangswettbewerb ’s-Hertogenbosch.

Julia Rutigliano, Mezzo-Sopran
Nachdem sich die deutsch-italienische Mezzosopranistin Julia Rutigliano zunächst besonders im Wagner Fach einen Namen gemacht hat, widmet sie sich nun vermehrt auch dem italienischen Fach. So konnte sie als Amneris in Aida in der Felsenreitschule in Salzburg und als Suzuki in Madama Butterfly bei den Opernfestspielen in Heidenheim große Erfolge feiern. Ihre Azucena in Il Trovatore letztes Jahr am Stadttheater Gießen wurde von der Presse als „Highlight des Abends“ beschrieben. Zu ihren bedeutenden Stationen zählen die Bayreuther Festspiele, wo sie im Ring unter Kirill Petrenko und der Regie von Frank Castorf als Wellgunde im Rheingold und der Götterdämmerung, sowie als Siegrune in der Walküre zu erleben war.
Es folgten Engagements als Wellgunde unter Marek Janowski u.a. an der Elbphilharmonie in Hamburg, ebenso wie zahlreiche Auftritte als Siegrune u.a. an der Semperoper unter Christian Thielemann, der Berliner Staatsoper Unter den Linden unter Daniel Barenboim, dem Maggio Musicale in Florenz und dem Palau de les Arts in Valencia unter Zubin Mehta, der Opéra Bastille unter Philipp Jordan und zuletzt auch am Teatro San Carlo in Neapel unter Dan Ettinger.
Längst gehören auch weitere Wagner Rollen zu ihrem breiten Repertoire. So debütierte sie bereits 2011 in Bremen unter Markus Poschner (musikalische Leitung) und Tobias Kratzer (Regie) als Venus im Tannhäuser, als Brangäne in Tristan und Isolde war sie 2014 unter Zubin Mehta am Maggio Musicale in Florenz zu hören.
Einen zentralen Punkt im Schaffen der Künstlerin bildet außerdem die Partie der Carmen, mit der sie u.a. am Teatr Wielki Opera Narodowa in Warschau brillierte und zuletzt auch am Volkstheater Rostock zu sehen war.
Des weiteren zählen Charlotte aus Massenets Werther, Léonor aus La Favorite und Gertrud aus Humpertdincks Hänsel und Gretel zu ihrem Repertoire.
Im Konzertfach war sie regelmäßig unter Zubin Metha zu hören, wie z.B. in Mahlers 2. Symphonie und Mozarts Krönungsmesse mit den Israel Philharmonics, mit Bruckners Te Deum mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Beethovens 9. Symphonie am Teatro Maggio Musicale in Florenz. Ihre Liebe gilt besonders den romantischen Werken wie Verdis Requiem, Dvořáks Stabat Mater und Rossinis Petite Messe Solennelle, und Berlioz’ Les nuit d’été um nur wenige zu nennen.
2014 wurde ihr der Kulturpreis der Stadt Würzburg verliehen.

Oliver Ringelhahn, Tenor
Der österreichische Tenor Oliver Ringelhahn wuchs in Niederösterreich auf. Seine musikalische Laufbahn begann er bereits in jungen Jahren als Mitglied der Sängerknaben des Stiftes Altenburg, wo er eine fundierte musikalische und chorische Ausbildung erhielt. Sein Gesangsstudium absolvierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Gerhard Kahry. Bereits während seiner Studienzeit machte er durch seine musikalische Präzision, stilistische Vielseitigkeit und darstellerische Präsenz auf sich aufmerksam. Nach ersten Bühnenerfahrungen folgten Engagements an bedeutenden Opernhäusern im deutschsprachigen Raum. So war er unter anderem am Landestheater Linz engagiert, bevor ihn weitere Verpflichtungen an renommierte Häuser führten, darunter das Staatstheater am Gärtnerplatz in München, die Volksoper Wien sowie die Sächsische Staatsoper Dresden. Diese Engagements bildeten die Grundlage für eine internationale Karriere, die den Tenor an zahlreiche Opernhäuser und Konzertpodien in Europa, Asien und Südamerika führte. Gastspiele brachten ihn unter anderem nach Hamburg, Amsterdam, Genf, Marseille, Berlin, München, Tokio und São Paulo. Darüber hinaus war er bei bedeutenden internationalen Festivals zu hören, darunter die Salzburger Festspiele, das Lucerne Festival sowie das International Festival Macau. Sein Repertoire umfasst ein breites Spektrum des lyrischen Charaktertenorfachs mit besonderem Schwerpunkt auf den Opern von Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Strauss. Zu seinen häufig gesungenen Rollen zählen unter anderem Pedrillo in Die Entführung aus dem Serail, Brighella in Ariadne auf Naxos, Matteo in Arabella sowie Valzacchi in Der Rosenkavalier. Darüber hinaus ist er ein gefragter Interpret zeitgenössischer Opernproduktionen und arbeitet regelmäßig mit internationalen Regieteams zusammen. Neben seiner umfangreichen Operntätigkeit ist Oliver Ringelhahn auch als Konzert- und Oratoriensänger aktiv. Sein Konzertrepertoire umfasst Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Franz Schubert, Hugo Wolf und Benjamin Britten. Dabei trat er mit zahlreichen Orchestern und Dirigenten im europäischen und internationalen Musikleben auf.

Martin Snell, Bass
Martin Snell wurde in Dunedin, Neuseeland, geboren und ist in seiner Heimatstadt aufgewachsen. Nach einem Jurastudium und einer Berufsausbildung an der University of Otago nahm er im September 1991 ein postgraduales Gesangstudium bei Patrick McGuigan am Royal Northern College of Music auf, das er 1994 mit Auszeichnung abschloss. Martin Snell hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, darunter den Mobil Song Quest 1993 und ein großes Stipendium der Peter Moores Foundation, London. Seine ersten professionellen Bühnenerfahrungen sammelte Martin Snell am Internationalen Opernstudio Zürich und war danach am Theater St. Gallen, am Theater Basel und am Luzerner Theater engagiert. Von 2005 bis 2019 arbeitete er als freischaffender Künstler mit Wohnsitz in Luzern, Schweiz, und erhielt 2010 die Schweizer Staatsbürgerschaft. Martin Snell war in Opernproduktionen am Grand Théâtre de Genève, der Oper Graz, der Berliner Staatsoper, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Festival d'Aix-en-Provence, der Statní Opera Praha, dem Theater an der Wien, dem Teatro alla Scala Mailand, der Opéra de Monte-Carlo, der Opéra national du Rhin Strasbourg, den Tiroler Festspielen Erl, Athen, Bangkok, Brasilien, Bukarest, Dänemark, Deutschland, London, Katowice, Neuseeland, Paris, Prag, Riga, Singapur, Spanien, St. Petersburg, Sydney, Taipeh und Tokio, und 2005-2013 bei den Bayreuther Festspielen sowie zuletzt an der Bayerischen Staatsoper. 2018 gab er außerdem sein Debüt an der Glyndebourne Festival Opera in Richard Strauss' Der Rosenkavalier und als Vodnik in Dvoraks Rusalka in Klagenfurt. Seit der Spielzeit 2019/2020 ist Martin Snell Mitglied des Solo-Ensembles der Bayerischen Staatsoper in München, wo er in der Spielzeit 2025/2026 u.a. in Produktionen Mozarts Die Zauberflöte und Le Nozze di Figaro, Donzettis La Fille du Régiment, Puccinis Tosca und La Bohème, Verdis La Traviata, Macbeth, und Rigoletto, und Richard Strauss’ Salome und Elektra, u.v.a. zu hören sein wird.

Thomas Scherbel, Leitung
Thomas Scherbel, geb. in Nürnberg, studierte Kath. Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Theater in München. Zusätzlich belegte er die Fächer Orgel als Konzertfach bei Prof. Edgar Krapp und Chorleitung im Schwerpunktfach bei Prof. Michael Gläser. Nach dem mit der Note „sehr gut“ abgeschlossenen A-Diplom besuchte er die Fortbildungsklasse Orgel und schloss seine Studien im Juni 2005 mit dem Konzertdiplom ab.
Von 2000 bis 2015 war er Kirchenmusiker an St. Cäcilia in Germering bei München. Neben der Organisten- und Chorleitertätigkeit an der Gemeinde war er dort als künstlerischer Leiter des Konzertvereins „Musica Sacra St. Cäcilia e.V.“ für die Planung und Durchführung von jährlich zwölf Konzertprojekten zuständig.
Parallel leitete er von 2002 bis 2011 den mehrfach ausgezeichneten Visino-Chores in Eggenfelden.
Für sein herausragendes künstlerisches Wirken erhielt er 2014 den Walter-Kolbenhoff-Kulturpreis der Stadt Germering.
Seit Februar 2016 ist Thomas Scherbel Kirchenmusiker an der Kirche St. Joseph in der Münchner Maxvorstadt. Neben den Planungen für die Fertigstellung und Renovierung der Schuster-Orgel und der Vergrößerung des kulturellen Angebotes der Pfarrei im konzertanten Bereich, liegt sein Schwerpunkt in
St. Joseph vor allem auf der Weiterentwicklung und Vergrößerung des Chores. Mit Aufführungen des Weihnachtsoratoriums von Bach, des Messias von Händel, des Requiems von Mozart, des Lobgesang, Paulus und Elias von Mendelssohn Bartholdy, des Deutschen Requiems von Johannes Brahms, der Johannes-Passion von Bach, der Schöpfung von Joseph Haydn, des Stabat Mater von Rossini und der Messe in As-Dur von Franz Schubert wurden große Oratorien verwirklicht. Ein weiterer Höhepunkt soll im Oktober 2026 mit der Aufführung von Giuseppe Verdis Requiem erreicht werden.
Als Konzertorganist ist Thomas Scherbel immer wieder an wichtigen Kirchen zu Gast, zuletzt in St. Anton Nürnberg, in der Basilika Vierzehnheiligen, im Kloster Banz, in St. Michael in der Münchner Fußgängerzone, im Münchener Herkulessaal, im Salzburger Dom, im Bamberger Dom, im Münchner Dom und im Magdeburger Dom.
Ort: Kirche St. Joseph